Colzamid 450 SL
Colozamid ist ein Unkrautvernichtungsmittel zur Bekämpfung von einkeimblättrigen und einigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Anbau u.a. von Winterraps, Tomaten, Kohl oder Erdbeeren.
- Packung
- 5 l
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Beschreibung
WIRKUNG VON COLZAMID:
Colzamid ist ein Herbizid zur Bodenanwendung, das zur Bekämpfung von einkeimblättrigen und einigen zweikeimblättrigen Unkräutern bestimmt ist. Das Präparat liegt als Konzentrat zur Wasserverdünnung vor. Das Mittel dringt über die Samenschale, Wurzeln oder Keimblätter in die Pflanze ein. Am effektivsten zerstört es Unkräuter während der Keimung. Es wirkt nicht auf Unkräuter in späteren Entwicklungsstadien. Das Mittel vernichtet nicht nur im Herbst auflaufende Unkräuter, sondern auch im Frühjahr auflaufende. Unkräuter, die bei trockenem Wetter auflaufen, werden nach Niederschlägen zerstört.
COLZAMID - GEHALT AN WIRKSTOFFEN:
Napropamid (Verbindung aus der Gruppe der Amide) - 450 g/l (40,87%).
COLZAMID ANWENDUNGSBEREICH, ZEITPUNKTE UND AUFWANDMENGEN:
Das Mittel ist für die Anwendung mit selbstfahrenden oder traktorgezogenen Feld- oder Obstbausprühgeräten mit Herbizidbalken vorgesehen.
Colzamid - Wirkung auf Unkräuter:
Empfindliche Unkräuter bei 2 l/ha: Sternmiere, Weiße Melde, Duftlose Kamille, Hirtentäschel, Einjähriges Rispengras
Empfindliche Unkräuter bei 2,5-3 l/ha: Einseitiges Rispengras, Acker-Senf, Sternmiere, Gemeine Nadel, Weiße Melde, Duftlose Kamille, Brennnessel, Gefleckter Knöterich, Wilder Knöterich, Echte Kamille (bei 3 l/ha), Raues Amarant, Hirtentäschel.
Empfindliche Unkräuter bei 4-6 l/ha: Acker-Veilchen, Acker-Senf, Sternmiere, Weiße Melde, Duftlose Kamille, Gefleckter Knöterich, Gewöhnlicher Greiskraut, Hirtentäschel, Einjähriges Rispengras, Kleines Habichtskraut
Mäßig empfindliche Unkräuter bei 2 l/ha: Acker-Senf, Gewöhnlicher Greiskraut
Mäßig empfindliche Unkräuter bei 2,5-3 l/ha: Rote Taubnessel, Acker-Kratzdistel
Mäßig empfindliche Unkräuter bei 3 l/ha: Ackerschachtelhalm, Kletten-Labkraut, Getreide-Selbstsäer (wirkt schwach gegen Getreide-Selbstsäer, die aus tieferen Bodenschichten keimen).
Resistente Unkräuter bei 3 l/ha: Hohlzahn, Acker-Veilchen, Purpurrote Taubnessel, Gewöhnliches Quecke
Hinweis
Mehrjährige einkeimblättrige und zweikeimblättrige Unkräuter mit tiefen Wurzeln sind gegen das Mittel resistent.
Anwendung von Colzamid:
Winterraps
Maximale/empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung: 3,0 l/ha.
Das Mittel vor der Aussaat auf feuchten, gut bearbeiteten (klumpenfreien) Boden auftragen. Direkt nach der Behandlung das Mittel mit einer Egge bis zu einer Tiefe von 3 cm einarbeiten und anschließend Raps aussäen.
Empfohlene Wassermenge: 200 – 300 l/ha.
Empfohlenes Spritzverfahren: mittelgroße Tropfen.
Maximale Anzahl der Anwendungen pro Vegetationsperiode: 1.
Tomate aus Jungpflanzen
Maximale Aufwandmenge für Einzelanwendung: 3,0 l/ha
Empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung: 2,5 - 3,0 l/ha
Das Mittel vor dem Pflanzen der Tomaten anwenden. Direkt nach der Behandlung das Mittel bis zu einer Tiefe von 2-3 cm mit dem Boden vermischen.
Bei einigen Pflanzen kann es zu vorübergehender Wachstumsverzögerung der gepflanzten Jungpflanzen und leichten Aufhellungen kommen. Diese Symptome verschwinden schnell und beeinträchtigen weder den Ertrag noch die Fruchtqualität.
Empfohlene Wassermenge: 200 – 300 l/ha.
Empfohlenes Spritzverfahren: mittelgroße Tropfen.
Maximale Anzahl der Anwendungen pro Vegetationsperiode: 1
Kopf-Kohl aus Jungpflanzen
Maximale/empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung: 2,5 l/ha
Das Mittel vor dem Pflanzen anwenden. Direkt nach der Behandlung das Mittel mit einer Egge bis zu einer Tiefe von 2-3 cm einarbeiten.
Nach Anwendung kann es zu vorübergehender Wachstumshemmung junger Kohlpflanzen kommen, die jedoch den Ertrag nicht beeinträchtigt.
Empfohlene Wassermenge: 200 – 300 l/ha.
Empfohlenes Spritzverfahren: mittelgroße Tropfen.
Maximale Anzahl der Anwendungen pro Vegetationsperiode: 1.
Erdbeere
Auf neu angelegten Plantagen das Mittel etwa 4 Monate nach dem Pflanzen (nach der Ernte) anwenden (BBCH 97).
Maximale Aufwandmenge für Einzelanwendung: 6,0 l/ha.
Empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung: 4,0-6,0 l/ha.
Auf einjährigen und älteren Plantagen das Mittel im Frühjahr nach Vegetationsbeginn anwenden (BBCH 12-17).
Maximale Aufwandmenge für Einzelanwendung: 4,0 l/ha.
Empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung: 2,0 - 4,0, l/ha.
Empfohlene Wassermenge: 200 – 300 l/ha.
Empfohlenes Spritzverfahren: mittelgroße Tropfen.
Maximale Anzahl der Anwendungen pro Vegetationsperiode: 1.
Hinweis: Falls nach dem Spritzen Pflegemaßnahmen erforderlich sind, den Boden nicht tiefer lockern als die Einarbeitungstiefe des Mittels.
ANWENDUNG VON PFLANZENSCHUTZMITTELN IM KLEINFLÄCHENANBAU UND SONDERANWENDUNGEN
Die Verantwortung für die Wirksamkeit und Phytotoxizität von Pflanzenschutzmitteln im Kleinflächenanbau trägt ausschließlich der Anwender.
Stachelbeere, Himbeere, Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Weiße Johannisbeere.
a) junge Plantagen
Maximale Aufwandmenge für Einzelanwendung: 4,0 l/ha.
Empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung: 3,0 - 4,0 l/ha.
b) ältere Plantagen
Maximale Aufwandmenge für Einzelanwendung: 6,0 l/ha.
Empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung: 4,0 - 6,0 l/ha.
Anwendungszeitpunkt: Das Mittel im frühen Frühjahr vor dem Austrieb der Fruchtsträucher oder im Spätherbst nach der Ernte anwenden (BBCH 91-99).
HINWEIS: Auf älteren Plantagen sollte das Mittel spätestens bis zum 15. Oktober angewendet werden.
Empfohlene Wassermenge: 200 – 300 l/ha.
Empfohlenes Spritzverfahren: mittelgroße Tropfen.
Maximale Anzahl der Anwendungen pro Vegetationsperiode: 1.













