PROVATI 460 EC (Protiokonazol, Spiroxamin) - Fungizid
PROVATI 460 EC ist ein wirksames Fungizid in Form eines Konzentrats zur Herstellung einer Emulsion (EC) mit systemischer Wirkung. Das Präparat ist zum Schutz von Weizen und Winter- sowie Sommergerste vor Pilzkrankheiten bestimmt.
Beschreibung
Provati 460 EC – umfassender Schutz von Getreide vor Pilzkrankheiten
Provati 460 EC ist ein modernes Fungizid zum Schutz von Getreide vor den wichtigsten im Bestand auftretenden Pilzkrankheiten. Das Präparat enthält zwei sich ergänzende Wirkstoffe: Protiokonazol (160 g/l) aus der Gruppe der Triazole und Spiroxamin (300 g/l) aus der Gruppe der Ketoamine. Diese Kombination gewährleistet ein breites Spektrum bekämpfter Pathogene sowie eine hohe Wirksamkeit unter verschiedenen Anbaubedingungen.
Dank der systemischen Wirkung schützt das Mittel die Pflanzen sowohl vorbeugend als auch interventiv, unterstützt die gesunde Entwicklung des Getreides und den stabilen Ertragsaufbau, auch unter erhöhtem Krankheitsdruck.
Wirkungsmechanismus
Provati 460 EC kombiniert zwei unterschiedliche Wirkmechanismen der Wirkstoffe, die sich gegenseitig ergänzen und die Schutzwirkung verstärken.
Spiroxamin wirkt systemisch, indem es die Sterolsynthese in den Pilzzellen stört. Es hemmt die Entwicklung von Pathogenen, die u.a. für Stängelgrundkrankheiten und Blattkrankheiten verantwortlich sind, und begrenzt die weitere Ausbreitung der Infektion in der Pflanze.
Protiokonazol zeigt ebenfalls eine systemische Wirkung und gehört zur Gruppe der triazolischen Fungizide (DMI). Es hemmt effektiv die Entwicklung eines breiten Spektrums von Blatt- und Ährenpathogenen und bietet einen langanhaltenden Pflanzenschutz in den entscheidenden Entwicklungsstadien.
Der Einsatz von zwei Wirkstoffen aus verschiedenen FRAC-Gruppen erhöht die Wirksamkeit der Behandlung und unterstützt die Strategie zur Verhinderung der Entstehung von Pathogenresistenzen.
Anwendung und bekämpfte Krankheiten
Provati 460 EC ist zum Schutz von Getreide vor pilzbedingten Krankheiten in den wichtigsten Entwicklungsstadien der Pflanzen bestimmt.
Winter- und Sommerweizen
- Echter Mehltau bei Getreide und Gräsern
- Brauner Rost des Weizens
- Septoria-Blattflecken
- Septoria der Spelzen
- Braune Blattflecken
- Stängelbruch bei Getreide und Gräsern
- Fusarienwelke der Stängelbasis und Wurzeln
Winter- und Sommergerste
- Echter Mehltau bei Getreide und Gräsern
- Gerstenrost
- Netzfleckenkrankheit der Gerste
- Rhynchosporiose bei Getreide
- Stängelbruch bei Getreide und Gräsern
- Fusarienwelke der Stängelbasis und Wurzeln
Das Mittel sollte vorzugsweise vorbeugend oder bei Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen entsprechend den empfohlenen Anwendungszeitpunkten eingesetzt werden.
Anwendungsempfehlungen
Das Präparat ist in den Zeiträumen mit dem höchsten Risiko für Pilzkrankheiten unter Verwendung von Feldspritzen anzuwenden.
- Behandlung vorbeugend oder bei ersten Krankheitsanzeichen durchführen
- Empfohlene Aufwandmengen und Anwendungszeitpunkte einhalten
- Maximal eine Anwendung pro Vegetationsperiode durchführen
- Eine gründliche und gleichmäßige Benetzung der Pflanzen mit Spritzbrühe sicherstellen
- Im Rahmen eines Fungizidprogramms unter Berücksichtigung der Wirkstoffrotation anwenden
Vorteile der Anwendung von Provati 460 EC
- Breites Spektrum bekämpfter Getreidekrankheiten
- Kombination zweier Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen
- Systemische Wirkung – Schutz der gesamten Pflanze
- Vorbeugende und interventive Wirksamkeit
- Unterstützung der Anti-Resistenz-Strategie
- Sichere Integration in das Getreideschutzprogramm
Hinweise
Provati 460 EC ist gemäß den Vorgaben des Etiketts des Pflanzenschutzmittels und den Grundsätzen des Integrierten Pflanzenschutzes anzuwenden.
Zur Verringerung des Risikos der Resistenzbildung bei Pathogenen wird die Rotation mit Fungiziden mit unterschiedlichem Wirkmechanismus, die Einhaltung der maximalen Anzahl von Anwendungen pro Saison und die Verwendung der empfohlenen Aufwandmengen empfohlen.
Die einzuhaltenden Wartezeiten und Vorsichtsfristen gemäß Produktetikett sind ebenfalls zu beachten.
Anwendung und Dosierung
| Kultur | Bekämpfte Krankheiten | Maximale Aufwandmenge für Einzelanwendung | Empfohlene Aufwandmenge für Einzelanwendung | Anwendungszeitpunkt |
| Winterweizen | Stängelbruch bei Getreide und Gräsern, Fusarienwelke der Stängelbasis und Wurzeln, Echter Mehltau bei Getreide und Gräsern | 1,0 l/ha |
0,75 l/ha (im Zeitraum vom Beginn des Schossens bis zum Stadium des 1. Knoten, BBCH 30-31) oder 1,0 l/ha (im Zeitraum vom Stadium des 1. Knoten bis zum Stadium des sichtbaren Fahnenblattes (Blatt noch nicht vollständig entfaltet), BBCH 31-37). |
Das Mittel vorbeugend oder bei Auftreten erster Krankheitsanzeichen anwenden, vom Beginn des Schossens bis zum Stadium des sichtbaren Fahnenblattes (Blatt noch nicht vollständig entfaltet) (BBCH 30-37) |
| Echter Mehltau bei Getreide und Gräsern, Brauner Rost des Weizens, Septoria-Blattflecken, Septoria der Spelzen, Braune Blattflecken | 1,0 l/ha | 1,0 l/ha | Das Mittel vorbeugend oder bei Auftreten erster Krankheitsanzeichen anwenden, vom Beginn des Schossens bis zum Ende der Ährenbildung (BBCH 30-59). | |
| Sommerweizen | Echter Mehltau bei Getreide und Gräsern, Brauner Rost des Weizens, Septoria-Blattflecken, Septoria der Spelzen, Braune Blattflecken | 1,0 l/ha | 1,0 l/ha | Das Mittel vorbeugend oder bei Auftreten erster Krankheitsanzeichen anwenden, vom Beginn des Schossens bis zum Ende der Ährenbildung (BBCH 30-59) |
| Wintergerste | Echter Mehltau bei Getreide und Gräsern, Gerstenrost, Netzfleckenkrankheit der Gerste, Stängelbruch bei Getreide und Gräsern, Fusarienwelke der Stängelbasis und Wurzeln, Rhynchosporiose bei Getreide | 1,0 l/ha | 1,0 l/ha | Das Mittel vorbeugend oder bei Auftreten erster Krankheitsanzeichen anwenden, vom Beginn des Schossens bis zum Beginn der Ährenbildung: Blütenstandsspitze tritt aus der Scheide hervor (BBCH 30-51). |
| Sommergerste | Echter Mehltau bei Getreide und Gräsern, Gerstenrost, Netzfleckenkrankheit der Gerste, Stängelbruch bei Getreide und Gräsern, Fusarienwelke der Stängelbasis und Wurzeln, Rhynchosporiose bei Getreide | 1,0 l/ha | 1,0 l/ha | Anwendung: Das Mittel vorbeugend oder bei Auftreten erster Krankheitsanzeichen anwenden, vom Beginn des Schossens bis zum Beginn der Ährenbildung: Blütenstandsspitze tritt aus der Scheide hervor (BBCH 30-51) |













